Wenn junge Menschen kontinuierlich menschenfeindliche und demokratiegefährdende Aussagen treffen und danach handeln, wird der Korridor für herkömmliche Ansätze und Methoden der Demokratiebildung schmal. Für Fachkräfte ergibt sich ein Spannungsfeld aus pädagogischer Hinwendung und nötiger Distanzierung.
Im Feld der Distanzierungsarbeit werden Ausdauer und eine gefestigte pädagogische Haltung bei gleichzeitiger Offenheit für eine Arbeitsbeziehung mit der Zielgruppe benötigt. Pädagogische Fachkräfte sind gleichzeitigt begrenzt in den Einflussmöglichkeiten und der Wirkmacht.
Im Rahmen des Workshops wird Überblickswissen im Bereich der Distanzierungsarbeit im Bereich der Sekundärprävention vermittelt. Die Teilnehmer*innen erproben Methoden zur Einschätzung des extremistischen Potentials von Zielgruppen und erarbeiten Säulen einer pädagogischen Haltung im Umgang mit Demokratiefeindlichkeit und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Termin: 08.10.2026, 14-18 Uhr Kontakt: trex@vnb.de Ort: Präsenz in Hannover, der Ort wird nach der Anmeldung bekanntgegeben Referent*in: Cultures Interactive - Verein zur interkulturellen Bildung und Gewaltprävention e.V., Fachstelle Rechtsextremismusprävention (fa:rp) Kosten: Die Veranstaltung ist kostenfrei
Im Projekt T:REX_Transformative Jugendbildung gegen Rechtsextremismus stärken wir außerschulische pädagogische Fachkräfte darin, rechtsextremistische Aussagen und Haltungen bei Schüler*innen und Jugendlichen einzuordnen, ihnen zu begegnen und zu widersprechen. Neben einem Netzwerk, Workshops und zwei Qualifizierungsreihen bietet das Projekt dafür auch Beratungen an. Wir wollen Methoden für Prävention und Intervention weiterentwickeln, und greifen dafür auf Ansätze aus der Sport-, Erlebnis- und der Theaterpädagogik zurück, und probieren sie im Rahmen von Modellprojekten an Schule und außerschulischen Einrichtungen aus.